Dies ist ein Arzneimittel. Keine längerfristige Anwendung ohne ärztlichen Rat.
| Arzneimittel: | Desloratadin |
| Wirkstoff: | Desloratadin |
| Darreichungsform / Dosierung: | Filmtabletten 5 mg; je nach Präparat weitere Darreichungsformen |
| Preis: | |
| Apotheke: | Auswahl anhand Ihrer Adresse und der Verfügbarkeit |
Allgemeine Informationen zum Arzneimittel
Desloratadin ist ein H1-Antihistaminikum zur Linderung der Beschwerden bei allergischer Rhinitis und Urtikaria. Es gehört zu den Antihistaminika, die in den üblichen Dosierungen als wenig sedierend gelten.
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren enthält die gängige Tablettenform 5 mg Desloratadin und wird in der Regel einmal täglich eingenommen. Andere Darreichungsformen, darunter Lösungen zum Einnehmen und bestimmte Schmelztabletten, ermöglichen je nach Alter und Präparat eine angepasste Dosierung bei Kindern.
Desloratadin kann verschiedene Beschwerden einer allergischen Rhinitis lindern, darunter Niesen, Nasenlaufen und Juckreiz in der Nase sowie bestimmte Beschwerden an den Augen. Außerdem wird es gegen Juckreiz und Quaddeln bei Urtikaria eingesetzt.
Aufgrund der geringen sedierenden Wirkung können die meisten Patienten ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. Die individuelle Reaktion auf das Arzneimittel kann jedoch unterschiedlich ausfallen. Vor dem Autofahren oder dem Bedienen von Maschinen sollte daher zunächst beobachtet werden, wie man auf das Arzneimittel reagiert.
Wofür wird Desloratadin angewendet?
Desloratadin ist zur Linderung von Beschwerden im Zusammenhang mit allergischer Rhinitis und Urtikaria angezeigt.
Bei allergischer Rhinitis kann es insbesondere folgende Beschwerden lindern:
- Niesen;
- Nasenlaufen;
- Juckreiz in der Nase;
- Juckreiz am Gaumen;
- allergiebedingte gerötete, gereizte oder tränende Augen.
Es kann sowohl bei saisonaler Rhinitis, beispielsweise während der Pollensaison, als auch bei anhaltender Rhinitis infolge einer regelmäßigen Exposition gegenüber bestimmten Allergenen eingesetzt werden.
Bei Urtikaria hilft Desloratadin, den Juckreiz sowie Anzahl und Größe der Quaddeln zu verringern. Die Behandlungsdauer richtet sich danach, wie häufig und wie lange die Beschwerden auftreten.
Die 5-mg-Tablette ist für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren vorgesehen. Bei jüngeren Kindern werden andere Dosierungen und Darreichungsformen verwendet.
Wie wirkt Desloratadin?
Desloratadin ist ein Antagonist peripherer Histamin-H1-Rezeptoren. Histamin gehört zu den Botenstoffen, die bei allergischen Reaktionen freigesetzt werden, und ist unter anderem an Juckreiz, Niesen, Nasenlaufen und bestimmten Hautreaktionen beteiligt.
Durch die Blockade der Histaminwirkung an den H1-Rezeptoren trägt Desloratadin dazu bei, allergische Beschwerden im Tagesverlauf zu verringern.
Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren beträgt die übliche Dosis 5 mg einmal täglich. Bei Anwendung entsprechend der Packungsbeilage deckt diese tägliche Einnahme den Zeitraum von 24 Stunden zwischen zwei Dosen ab.
Bei den meisten Anwendern wirkt Desloratadin nur wenig sedierend. Schläfrigkeit kann dennoch auftreten, da die individuelle Empfindlichkeit gegenüber Antihistaminika unterschiedlich ist.
Desloratadin-Generika und Referenzarzneimittel
Desloratadin wird je nach Land unter verschiedenen Handelsnamen angeboten. Clarinex ist ein auf bestimmten Märkten verwendeter Handelsname, während in der Europäischen Union Aerius das Referenzarzneimittel für Desloratadin-Generika ist.
In Belgien sind Aerius und mehrere Desloratadin-haltige Generika erhältlich. Zugelassene Generika enthalten denselben Wirkstoff wie das Referenzarzneimittel und müssen die geltenden regulatorischen Anforderungen für Generika erfüllen.
Bei den 5-mg-Tabletten ist die enthaltene Desloratadin-Menge gleich. Hersteller, Hilfsstoffe, Form oder Farbe der Tablette sowie die Packungsgröße können sich jedoch unterscheiden.
Der Ausdruck „Clarinex-Generikum“ kann daher im internationalen Kontext verständlich sein. Für Informationen zu Belgien und zur Europäischen Union ist jedoch Aerius die regulatorisch relevantere Referenz für Desloratadin-Generika.
Dosierung und Anwendung
| Altersgruppe | Übliche Dosierung |
|---|---|
| Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren | 5 mg einmal täglich |
| Kinder von 6 bis 11 Jahren | 2,5 mg einmal täglich in einer geeigneten Darreichungsform |
| Kinder von 1 bis 5 Jahren | 1,25 mg einmal täglich in einer geeigneten flüssigen Darreichungsform |
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren beträgt die übliche Dosis eine 5-mg-Tablette einmal täglich.
Die Tablette kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Sie wird mit Wasser geschluckt und kann zur besseren Therapietreue möglichst täglich zur gleichen Zeit eingenommen werden.
Wurde eine Einnahme vergessen, sollte die versäumte Dosis eingenommen werden, sobald dies bemerkt wird. Anschließend wird die Behandlung wie gewohnt fortgesetzt. Eine doppelte Dosis zum Ausgleich einer vergessenen Einnahme darf nicht eingenommen werden.
Bei Kindern richten sich Dosis und Darreichungsform nach dem Alter. Tabletten für Erwachsene sollten nicht eigenmächtig geteilt oder in mehrfacher Anzahl verwendet werden, um daraus eine pädiatrische Dosis zu bilden.
Bei intermittierender allergischer Rhinitis kann die Behandlungsdauer an den Zeitraum angepasst werden, in dem Beschwerden auftreten. Bei persistierender Rhinitis oder länger anhaltender Urtikaria kann nach ärztlicher Empfehlung eine längere Behandlung erforderlich sein.
Mögliche Nebenwirkungen
Desloratadin wird im Allgemeinen gut vertragen, kann jedoch wie jedes Arzneimittel Nebenwirkungen verursachen.
- Müdigkeit;
- Mundtrockenheit;
- Kopfschmerzen;
- bei manchen Personen Schläfrigkeit;
- seltener Überempfindlichkeitsreaktionen.
Schwere allergische Reaktionen wie Anaphylaxie oder Angioödem wurden ebenfalls berichtet. Eine plötzlich auftretende Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, insbesondere in Verbindung mit Atembeschwerden, erfordert umgehend medizinische Hilfe.
Nach der Markteinführung wurden außerdem Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall berichtet.
Schläfrigkeit tritt bei den meisten Anwendern nicht häufig auf. Dennoch sollte die eigene Reaktion auf das Arzneimittel bekannt sein, bevor ein Fahrzeug geführt oder eine Tätigkeit ausgeübt wird, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordert.
Bei anhaltenden, ungewöhnlichen oder ausgeprägten Nebenwirkungen sollte ein Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden.
Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
Desloratadin darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Desloratadin, Loratadin oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels nicht angewendet werden.
Bei schwerer Nierenfunktionsstörung ist besondere Vorsicht geboten. Arzt oder Apotheker sollten über chronische Erkrankungen und alle weiteren verwendeten Arzneimittel informiert werden.
Auch bei Personen mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von Krampfanfällen sollte Desloratadin mit Vorsicht angewendet werden. Dies gilt insbesondere für kleine Kinder, bei denen während der Behandlung möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle besteht.
Tritt während der Behandlung mit Desloratadin ein Krampfanfall auf, ist eine medizinische Beurteilung erforderlich, um zu entscheiden, ob das Arzneimittel abgesetzt werden sollte.
Für die Schwangerschaft empfehlen die offiziellen europäischen Produktinformationen vorsichtshalber, Desloratadin möglichst nicht anzuwenden, es sei denn, ein Arzt oder Apotheker hält die Behandlung für angemessen.
Desloratadin geht in die Muttermilch über. Während der Stillzeit sollte gemeinsam mit einer medizinischen Fachperson entschieden werden, ob das Stillen oder die Behandlung fortgesetzt wird. Dabei sind der erwartete Nutzen für die Mutter und für das Kind zu berücksichtigen.
Desloratadin und Verkehrstüchtigkeit
In den empfohlenen Dosierungen hat Desloratadin in der Regel keinen oder nur einen geringfügigen Einfluss auf die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen.
Die meisten Menschen verspüren keine Schläfrigkeit. Individuelle Reaktionen sind jedoch möglich. Insbesondere bei den ersten Einnahmen sollte daher zunächst beobachtet werden, wie das Arzneimittel wirkt, bevor ein Fahrzeug geführt, eine Maschine bedient oder eine Tätigkeit ausgeübt wird, die hohe Aufmerksamkeit erfordert.
Wechselwirkungen und Alkohol
In den verfügbaren Studien wurden mit mehreren untersuchten Arzneimitteln, darunter Erythromycin und Ketoconazol, keine klinisch relevanten Wechselwirkungen festgestellt.
Dennoch sollten Arzt oder Apotheker über sämtliche verwendeten Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel informiert werden, insbesondere bei regelmäßiger Behandlung oder chronischen Erkrankungen.
In klinischen Studien verstärkte Desloratadin die durch Alkohol verursachte Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit nicht. Nach der Markteinführung wurden jedoch Fälle von Alkoholunverträglichkeit und Intoxikation berichtet. Während der Behandlung ist beim Alkoholkonsum daher weiterhin Vorsicht geboten.
Preis, Verschreibung und Verfügbarkeit in Belgien
Desloratadin ist in Belgien unter dem Markennamen Aerius sowie in Form mehrerer Generika erhältlich. Die Preise unterscheiden sich je nach Hersteller und Packungsgröße.
| Präparat | Packung | Preis laut CBIP-Repertorium 2026 |
|---|---|---|
| Desloratadine AB | 30 Tabletten zu 5 mg | 9,90 € |
| Desloratadine KRKA | 30 Tabletten zu 5 mg | 9,97 € |
| Desloratadine EG | 30 Tabletten zu 5 mg | 10,03 € |
| Desloratadine Teva | 30 Tabletten zu 5 mg | 10,03 € |
| Aerius | 30 Tabletten zu 5 mg | 10,03 € |
Diese Preise beziehen sich auf bestimmte in Belgien gelistete Präparate und stellen keinen einheitlichen Preis für alle Desloratadin-haltigen Arzneimittel dar.
In Belgien sind Aerius und die im Repertorium aufgeführten Desloratadin-Generika verschreibungspflichtig. In anderen Ländern können andere Regelungen gelten.
Nach belgischem Recht dürfen verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht online verkauft werden. Ein Internetdienst kann jedoch ermöglichen, die Verfügbarkeit zu prüfen oder ein Arzneimittel zu reservieren, das anschließend von einer zugelassenen Apotheke entsprechend den geltenden Vorschriften abgegeben wird.
Angaben zur Verfügbarkeit oder Reservierung auf LocalPharma stellen daher keine Zusage für einen direkten Verkauf oder Versand des Arzneimittels dar. Die Abgabe erfolgt durch die Partnerapotheke und hängt unter anderem von der Verschreibung, der Verfügbarkeit und dem jeweiligen Präparat ab.
Stellenwert von Desloratadin unter den Antihistaminika
Desloratadin ist ein wenig sedierendes H1-Antihistaminikum, das bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren in den meisten Fällen einmal täglich eingenommen wird.
Es ist eine von mehreren verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten bei allergischer Rhinitis und Urtikaria. Je nach Patientenprofil und Verfügbarkeit können auch andere wenig sedierende Antihistaminika wie Cetirizin, Levocetirizin, Loratadin, Fexofenadin oder Bilastin eingesetzt werden.
Die Wahl des Arzneimittels richtet sich nicht allein nach dem Preis. Die individuelle Wirkung, Nebenwirkungen, das Alter, gleichzeitig verwendete Arzneimittel und die Art der Beschwerden können beeinflussen, welche Behandlung am besten geeignet ist.
Bleibt eine allergische Rhinitis trotz eines oralen Antihistaminikums unzureichend kontrolliert, kann gemeinsam mit einem Arzt oder Apotheker eine andere Behandlungsstrategie erwogen werden, beispielsweise eine geeignete nasale Therapie.
Auch eine anhaltende oder wiederkehrende Urtikaria sollte medizinisch beurteilt werden, wenn sie auf die übliche Behandlung nicht ausreichend anspricht oder von ausgeprägten Schwellungen oder anderen Beschwerden begleitet wird.
Quellen und rechtliche Hinweise
- CBIP/BCFI — Kommentiertes Arzneimittelverzeichnis 2026: Desloratadin
- EMA — Aerius (Desloratadin): offizielle Informationen
- EMA — Desloratadine Teva: Generikum des Referenzarzneimittels Aerius
- AFMPS — Online-Apotheken und Abgabe von Arzneimitteln in Belgien
Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen weder die Packungsbeilage des Arzneimittels noch eine ärztliche Verordnung oder die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.