Dies ist ein Arzneimittel. Keine längerfristige Anwendung ohne ärztlichen Rat.
| Arzneimittel: | Montelukast (Singulair® / Generika) |
| Wirkstoff: | Montelukast |
| Darreichungsform / Dosierung: | Filmtabletten 10 mg; Kautabletten 4 mg und 5 mg; je nach Präparat Granulat 4 mg |
| Preis: | 17,72 € / 28 Tabletten zu 10 mg bei bestimmten Generika in Belgien |
| Apotheke: | Auswahl anhand Ihrer Adresse und der Verfügbarkeit |
Allgemeine Informationen zum Arzneimittel
Montelukast ist ein Leukotrien-Rezeptorantagonist, der zur Dauerbehandlung von Asthma eingesetzt wird. Singulair® ist eines der Markenpräparate mit Montelukast; in Belgien sind außerdem verschiedene Generika erhältlich.
Das Arzneimittel ist in mehreren altersgerechten Dosierungen und Darreichungsformen erhältlich: als Filmtabletten mit 10 mg, Kautabletten mit 4 mg und 5 mg sowie bei bestimmten Präparaten als Granulat mit 4 mg.
Bei Asthma kann Montelukast zusätzlich zu einem inhalativen Kortikosteroid eingesetzt werden, wenn die Erkrankung damit nicht ausreichend kontrolliert ist. Bei bestimmten Formen eines leichten persistierenden Asthmas kann es auch als Alternative infrage kommen, wenn die Anwendung eines inhalativen Kortikosteroids problematisch ist. Inhalative Kortikosteroide sind zur Vorbeugung von Exazerbationen jedoch in der Regel wirksamer.
Montelukast ist ein Arzneimittel zur Dauerbehandlung und ersetzt niemals ein Notfallmedikament zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls. Menschen mit Asthma sollten das vom Arzt verordnete Bedarfsmedikament weiterhin griffbereit haben.
Wofür wird Montelukast angewendet?
Montelukast wird hauptsächlich zur Behandlung von Asthma eingesetzt. Bei Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Asthma, das trotz eines inhalativen Kortikosteroids und eines bei Bedarf angewendeten Bronchodilatators nicht ausreichend kontrolliert ist, kann es zusätzlich zur bestehenden Behandlung verordnet werden.
Es kann außerdem zur Vorbeugung eingesetzt werden, wenn eine belastungsinduzierte Bronchokonstriktion einen wesentlichen Bestandteil des Asthmas darstellt.
Bei manchen Asthmapatienten, für die Montelukast zur Asthmabehandlung angezeigt ist, kann das Arzneimittel zugleich Beschwerden einer begleitenden saisonalen allergischen Rhinitis lindern.
Montelukast sollte nicht als allgemeine Erstlinientherapie für jede Form der allergischen Rhinitis dargestellt werden. Die Anwendung muss zur zugelassenen Indikation und zum individuellen Patientenprofil passen.
Montelukast kann bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern eingesetzt werden, wobei die Dosierung an das Alter angepasst wird. Pädiatrische Darreichungsformen sind nicht mit der 10-mg-Tablette für ältere Patienten austauschbar.
Wie wirkt Montelukast?
Montelukast gehört zur Wirkstoffklasse der Leukotrien-Rezeptorantagonisten. Leukotriene sind Entzündungsmediatoren, die unter anderem von Zellen freigesetzt werden, die an Asthma und allergischen Reaktionen beteiligt sind.
Montelukast blockiert selektiv die CysLT1-Rezeptoren, an die bestimmte Leukotriene binden. Dadurch können Bronchokonstriktion, Schleimproduktion und bestimmte entzündliche Prozesse in den Atemwegen vermindert werden.
Bei Asthma kann die Behandlung so dazu beitragen, die Symptomkontrolle zu verbessern und die belastungsbedingte Verengung der Atemwege bei entsprechend geeigneten Patienten zu verringern.
Der Wirkmechanismus unterscheidet sich von dem der H1-Antihistaminika. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Montelukast grundsätzlich einem Antihistaminikum oder einem inhalativen Kortikosteroid vorzuziehen ist: Diese Arzneimittel haben unterschiedliche Anwendungsgebiete und unterschiedliche Stellenwerte in der Therapie.
Dosierung und Anwendung
Die Montelukast-Dosis richtet sich in erster Linie nach dem Alter und der verordneten Darreichungsform.
| Altersgruppe | Darreichungsform / übliche Asthmadosis |
|---|---|
| Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren | 10 mg einmal täglich |
| Kinder von 6 bis 14 Jahren | 5 mg einmal täglich, in der Regel als Kautablette |
| Kinder von 2 bis 5 Jahren | 4 mg einmal täglich in einer altersgerechten Darreichungsform |
| Kleinkinder bei bestimmten Präparaten | Granulat 4 mg entsprechend Alter, Indikation und verordnetem Präparat |
Für Singulair 10 mg beträgt die empfohlene Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren eine Tablette täglich, in der Regel am Abend. Die 10-mg-Filmtablette kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Für Kautabletten und Granulat gelten eigene Anwendungshinweise. Deshalb sollte insbesondere bei Kindern die Packungsbeilage des tatsächlich abgegebenen Präparats beachtet werden.
Die Behandlung sollte auch bei gut kontrolliertem Asthma entsprechend der ärztlichen Verordnung fortgeführt werden. Die Dosis darf nicht eigenmächtig verändert, andere Asthma-Dauermedikamente dürfen nicht selbstständig abgesetzt werden.
Montelukast darf ein inhalatives oder orales Kortikosteroid nicht abrupt ersetzen. Wesentliche Änderungen der Asthmatherapie sollten mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Montelukast bei einem akuten Asthmaanfall
Montelukast ist nicht dazu bestimmt, einen bereits begonnenen Asthmaanfall zu beenden. Wirkung und Anwendung unterscheiden sich von denen eines inhalativen Bedarfsbronchodilatators.
Bei einem akuten Anfall sollte das verordnete Bedarfsmedikament angewendet und der persönliche Asthma-Behandlungsplan befolgt werden. Muss der Bedarfsbronchodilatator häufiger als sonst eingesetzt werden oder sind die Beschwerden nicht ausreichend kontrolliert, sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden.
Eine deutliche Zunahme der Atemnot, Schwierigkeiten beim Sprechen, stark erschwerte Atmung oder ein unzureichendes Ansprechen auf das Bedarfsmedikament können eine dringende medizinische Behandlung erforderlich machen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Montelukast Nebenwirkungen verursachen. Sie treten nicht bei jedem auf, und ihre Häufigkeit hängt von der jeweiligen Reaktion ab.
- Kopfschmerzen;
- Bauchschmerzen;
- bei manchen Personen Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall;
- Hautausschläge oder Überempfindlichkeitsreaktionen;
- Schlafstörungen oder ungewöhnliche Träume;
- Reizbarkeit, Unruhe oder Angst;
- Veränderungen von Stimmung oder Verhalten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den neuropsychiatrischen Nebenwirkungen. Unter Montelukast wurden ungewöhnliche Träume, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Angstzustände und Verhaltensänderungen berichtet.
Deutlich seltenere, aber schwerwiegende Erscheinungen wurden ebenfalls beschrieben, darunter Halluzinationen, Desorientierung, zwanghaftes Verhalten sowie Suizidgedanken oder suizidales Verhalten.
Patienten, Eltern und Angehörige sollten während der Behandlung auf neu auftretende psychische oder verhaltensbezogene Veränderungen achten. Bei deutlichen Veränderungen von Stimmung, Schlaf oder Verhalten sowie bei ungewöhnlichen Gedanken sollte rasch medizinischer Rat eingeholt werden, damit die Behandlung neu beurteilt werden kann.
Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
Montelukast darf bei einer Überempfindlichkeit gegen Montelukast oder einen der sonstigen Bestandteile des jeweiligen Präparats nicht angewendet werden.
Das Arzneimittel ist nicht zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls geeignet. Das übliche Bedarfsmedikament muss weiterhin verfügbar sein.
Bei bestehenden oder neu auftretenden neuropsychiatrischen Symptomen ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Solche Nebenwirkungen können sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern auftreten und sollten ernst genommen werden.
Bei seltenen Patienten, die mit Asthmamedikamenten einschließlich Montelukast behandelt werden, kann es zu einem deutlichen Anstieg der Eosinophilen zusammen mit Symptomen einer Vaskulitis kommen. Ein vaskulitischer Hautausschlag, eine Verschlechterung der Atmung sowie ungewöhnliche kardiale oder neurologische Beschwerden erfordern eine medizinische Abklärung.
Eine Kortikosteroidbehandlung sollte nicht allein deshalb reduziert oder abrupt beendet werden, weil eine Therapie mit Montelukast begonnen wurde.
Montelukast und neuropsychiatrische Störungen
Neuropsychiatrische Störungen gehören zu den wichtigen Vorsichtsaspekten bei einer Behandlung mit Montelukast. Das CBIP weist darauf hin, dass diese Nebenwirkungen bekannt sind und unter anderem ungewöhnliche Träume, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Angst umfassen.
Sehr selten wurden auch schwerwiegendere Erscheinungen wie Halluzinationen, Desorientierung, Suizidgedanken oder suizidales Verhalten sowie Zwangsstörungen berichtet.
Solche Reaktionen können auch bei Patienten auftreten, bei denen zuvor keine psychiatrische Erkrankung bekannt war. Eine psychiatrische Vorgeschichte sollte dem verordnenden Arzt dennoch vor Beginn der Behandlung mitgeteilt werden.
Treten neuropsychiatrische Symptome auf, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Montelukast-Behandlung gemeinsam mit einem Arzt neu beurteilt werden. Auch die Eltern behandelter Kinder sollten über diese Möglichkeit informiert sein, damit ungewöhnliche Veränderungen früh erkannt werden können.
Stellenwert von Montelukast in der Asthmatherapie
Montelukast kann in bestimmten Behandlungskonzepten sinnvoll sein, gilt jedoch für die meisten Asthmapatienten nicht als bevorzugte Dauertherapie.
Für inhalative Kortikosteroide ist die Wirksamkeit bei der Kontrolle der asthmatischen Entzündung und insbesondere bei der Vorbeugung von Exazerbationen besser belegt. Das CBIP weist darauf hin, dass Leukotrien-Rezeptorantagonisten in diesem Punkt weniger wirksam sind als inhalative Kortikosteroide.
Montelukast kann beispielsweise zusätzlich eingesetzt werden, wenn ein leichtes bis mittelschweres Asthma trotz eines inhalativen Kortikosteroids und eines bei Bedarf angewendeten Bronchodilatators nicht ausreichend kontrolliert ist.
Bei bestimmten leichten Asthmaformen kann Montelukast auch eine Alternative darstellen, wenn ein inhalatives Kortikosteroid nicht angewendet werden kann oder nicht vertragen wird. Die Entscheidung richtet sich nach dem Patientenprofil, dem Grad der Asthmakontrolle und den bereits verwendeten Behandlungen.
Montelukast und allergische Rhinitis
Leukotriene sind auch an den Entzündungsmechanismen der allergischen Rhinitis beteiligt. Montelukast kann daher bei Asthmapatienten mit gleichzeitig bestehender saisonaler allergischer Rhinitis bestimmte nasale Beschwerden lindern.
Für Singulair 10 mg sieht die europäische Indikation vor, dass das Arzneimittel bei Asthmapatienten, für die es bereits zur Behandlung des Asthmas angezeigt ist, zusätzlich die Beschwerden einer saisonalen allergischen Rhinitis lindern kann.
Diese Einschränkung ist wichtig: Montelukast sollte nicht als universelle orale Therapie einer isolierten allergischen Rhinitis dargestellt werden. Antihistaminika und nasale Kortikosteroide haben bei allergischen Beschwerden einen anderen therapeutischen Stellenwert und können je nach Situation besser geeignet sein.
Montelukast und körperliche Belastung
Montelukast kann angezeigt sein, wenn eine durch körperliche Belastung ausgelöste Bronchokonstriktion einen wesentlichen Bestandteil des Asthmas darstellt.
Die Anwendung in diesem Zusammenhang ist Teil einer umfassenden Strategie zur Asthmakontrolle. Sie ersetzt nicht das empfohlene Bedarfsmedikament, wenn ein solches verordnet wurde.
Wer trotz Behandlung bei körperlicher Belastung regelmäßig Atemnot, Husten oder pfeifende Atemgeräusche entwickelt, sollte dies mit dem Arzt besprechen, damit die Asthmakontrolle insgesamt und gegebenenfalls auch die Inhalationstechnik überprüft werden können.
Preis und Verfügbarkeit in Belgien
In Belgien werden verschiedene Montelukast-haltige Arzneimittel unter dem Namen Singulair® oder als Generika unterschiedlicher Hersteller angeboten. Der Preis hängt vom jeweiligen Präparat, der Dosierung, der Darreichungsform und der Packungsgröße ab.
| Präparat | Packung | Preis laut CBIP-Repertorium 2026 |
|---|---|---|
| Montelukast AB | 28 Filmtabletten zu 10 mg | 17,72 € |
| Montelukast EG | 28 Filmtabletten zu 10 mg | 17,73 € |
| Montelukast Sandoz | 28 Filmtabletten zu 10 mg | 18,47 € |
| Singulair | 28 Filmtabletten zu 10 mg | 18,32 € |
Auch pädiatrische Präparate mit 4 mg und 5 mg sind erhältlich. Preis und Packungsgröße unterscheiden sich je nach Hersteller.
In Belgien sind die im Repertorium aufgeführten Montelukast-Präparate verschreibungspflichtig. Eine mögliche Kostenübernahme durch die Krankenversicherung richtet sich nach dem jeweiligen Präparat und den geltenden Erstattungsbedingungen.
Die Verfügbarkeit kann je nach Apotheke und Packungsgröße unterschiedlich sein. Über LocalPharma kann gegebenenfalls die Verfügbarkeit oder eine Reservierung bei einer Partnerapotheke geprüft werden. Die Abgabe erfolgt weiterhin durch die Apotheke entsprechend der Verordnung und den geltenden Vorschriften.
Singulair oder Montelukast-Generikum: Wo liegen die Unterschiede?
Singulair® ist ein Referenzpräparat mit Montelukast. Generika enthalten denselben Wirkstoff und müssen die für Generika geltenden regulatorischen Anforderungen erfüllen.
Ein Montelukast-Generikum mit 10 mg enthält daher dieselbe Wirkstoffmenge wie eine Singulair-Tablette mit 10 mg. Hilfsstoffe, genaue Tablettenform, Aussehen, Hersteller oder Packungsgröße können sich jedoch unterscheiden.
Bei Kindern muss außerdem die Darreichungsform berücksichtigt werden. Eine 10-mg-Filmtablette für Patienten ab 15 Jahren darf nicht eigenmächtig durch mehrere pädiatrische Tabletten ersetzt werden.
Die Wahl des Präparats kann von der Verordnung, der Verfügbarkeit in der Apotheke, der benötigten Dosierung, dem Alter und möglichen Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Hilfsstoffen abhängen.
Montelukast oder Antihistaminikum: unterschiedliche Behandlungen
Montelukast und Antihistaminika wirken auf unterschiedliche Botenstoffe. Montelukast blockiert Leukotrien-Rezeptoren, während H1-Antihistaminika vor allem die Wirkung von Histamin vermindern.
Aus diesem Unterschied lässt sich nicht automatisch ableiten, dass eines der beiden Arzneimittel wirksamer ist. Welche Behandlung geeignet ist, hängt von der Erkrankung und den vorherrschenden Beschwerden ab.
Bei einer isolierten allergischen Rhinitis können ein Antihistaminikum oder ein nasales Kortikosteroid einen unmittelbareren Stellenwert haben. Bei Asthma stützt sich die Dauertherapie hauptsächlich auf inhalative Arzneimittel; Montelukast wird in bestimmten klar definierten Situationen eingesetzt.
Bei Patienten mit gleichzeitig bestehendem Asthma und saisonaler allergischer Rhinitis kann der Arzt beide Erkrankungen bei der Wahl der Behandlung berücksichtigen.
Häufig gestellte Fragen zu Montelukast
Enthalten Montelukast-Generika und Singulair denselben Wirkstoff?
Ja. Singulair und die entsprechenden Generika enthalten Montelukast. Bei einer 10-mg-Darreichungsform enthält jede Tablette eine Montelukast-Menge entsprechend 10 mg. Hilfsstoffe und Hersteller können sich jedoch unterscheiden.
Ist Montelukast in Belgien verschreibungspflichtig?
Ja. Die im belgischen Repertorium aufgeführten Montelukast-Präparate sind verschreibungspflichtig. Die Abgabe muss daher entsprechend der ärztlichen Verordnung und den geltenden Apothekenvorschriften erfolgen.
Wie viel kostet generisches Montelukast in Belgien?
Der Preis variiert je nach Hersteller und Packungsgröße. Das CBIP-Repertorium 2026 nennt beispielsweise 17,72 € für 28 Tabletten Montelukast AB 10 mg und 17,73 € für 28 Tabletten Montelukast EG 10 mg. Andere Präparate können einen anderen Preis haben.
Ab welchem Alter wird Montelukast 10 mg angewendet?
Die 10-mg-Filmtablette ist für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren vorgesehen. Für Kinder stehen je nach Alter Darreichungsformen mit 5 mg oder 4 mg zur Verfügung.
Muss Montelukast 10 mg mit Abstand zu den Mahlzeiten eingenommen werden?
Die Filmtablette Singulair 10 mg kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Für Kautabletten und andere Darreichungsformen können andere Vorgaben gelten; maßgeblich ist jeweils die entsprechende Packungsbeilage.
Kann Montelukast einen Notfallinhalator ersetzen?
Nein. Montelukast behandelt keinen akuten Asthmaanfall. Das für Anfälle verordnete Bedarfsmedikament sollte weiterhin verfügbar sein, und der persönliche Asthma-Aktionsplan sollte befolgt werden.
Kann ein inhalatives Kortikosteroid abgesetzt werden, wenn mit Montelukast begonnen wird?
Nein, nicht eigenmächtig. Montelukast darf ein inhalatives oder orales Kortikosteroid nicht abrupt ersetzen. Eine Verringerung oder Änderung dieser Behandlung sollte gemeinsam mit dem Arzt festgelegt werden.
Kann Montelukast Schlaf- oder Stimmungsstörungen verursachen?
Ja. Unter Montelukast wurden ungewöhnliche Träume, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Angst und weitere neuropsychiatrische Veränderungen berichtet. Schwerwiegendere Erscheinungen sind deutlich seltener. Wesentliche Veränderungen von Verhalten, Stimmung oder Schlaf sollten rasch einer medizinischen Fachperson mitgeteilt werden.
Behandelt Montelukast allergische Rhinitis?
Bei Asthmapatienten, für die Singulair angezeigt ist, kann das Arzneimittel zusätzlich zur Linderung einer begleitenden saisonalen allergischen Rhinitis beitragen. Es sollte jedoch nicht als Erstlinientherapie für sämtliche Formen der allergischen Rhinitis dargestellt werden.
Wie oft täglich wird Montelukast eingenommen?
Zur Dauerbehandlung von Asthma wird Montelukast in der Regel einmal täglich eingenommen. Die Dosis richtet sich nach dem Alter: 10 mg ab 15 Jahren, 5 mg im Alter von 6 bis 14 Jahren und je nach verordnetem Präparat 4 mg bei jüngeren Kindern.
Text geprüft von Uttam Chatterjee, verantwortlicher Apotheker – LocalPharma, 25. Januar 2025
Quellen und rechtliche Hinweise
- CBIP/BCFI — Kommentiertes Arzneimittelverzeichnis 2026: Montelukast, Darreichungsformen, Preise und Verschreibungsstatus in Belgien
- CBIP/BCFI — Montelukast und neuropsychiatrische Störungen
- Organon — offizielle Informationen zu Singulair 10 mg
- AFMPS — Informationen zur sicheren Anwendung von Arzneimitteln
Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen weder die Packungsbeilage des Arzneimittels noch eine ärztliche Verordnung oder eine individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Montelukast darf nicht zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls eingesetzt werden. Änderungen der Dauertherapie sollten immer mit einer medizinischen Fachperson besprochen werden.