Metronidazol: Anwendung, Preis, Verschreibung und Vorsichtsmaßnahmen

Flagyl 500 mg (Metronidazol)

Dies ist ein Arzneimittel. Keine längerfristige Anwendung ohne ärztlichen Rat.

Arzneimittel: Metronidazol (Flagyl®)
Wirkstoff: Metronidazol
Hersteller: sanofi-aventis, S.A. für Flagyl 500 mg Tabletten
Darreichungsform / Dosierung: Filmtabletten 500 mg; Vaginalovula 500 mg; Infusionslösung 500 mg/100 ml je nach Präparat
Preis: 8,12 € / 20 Tabletten zu 500 mg für Flagyl in Belgien
Apotheke: Auswahl anhand Ihrer Adresse und der Verfügbarkeit

Allgemeine Informationen zu Metronidazol

Metronidazol ist ein Antiinfektivum aus der Gruppe der Nitroimidazol-Derivate. Es wirkt gegen bestimmte anaerobe Bakterien und verschiedene Protozoen.

Es wird bei unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt, darunter bestimmte Infektionen des Urogenitaltrakts, des Magen-Darm-Trakts, des Bauchraums oder des kleinen Beckens sowie bei Trichomoniasis, Giardiasis und bestimmten Formen der Amöbiasis. Je nach Infektion kann es allein oder in Kombination mit anderen Antibiotika angewendet werden.

Metronidazol ist nicht für jede Infektion geeignet. Gegen Viren ist es unwirksam. Ob es eingesetzt wird, hängt von der Diagnose, dem Ort der Infektion und dem vermuteten oder nachgewiesenen Erreger ab.

In Belgien ist Metronidazol zur systemischen Anwendung unter anderem als Flagyl 500 mg Filmtabletten und als intravenöse Infusionslösung mit 500 mg Metronidazol pro 100 ml erhältlich. Außerdem wird Flagyl als Vaginalpräparat mit 500 mg angeboten.

Merkmal Information
Wirkstoff Metronidazol
Wirkstoffklasse Nitroimidazol-Derivat
Wirkung Antibakterielle Wirkung gegen bestimmte anaerobe Erreger und antiparasitäre Wirkung
Verfügbare Darreichungsformen Tabletten, Infusionslösung und vaginale Darreichungsformen; Metronidazol ist außerdem in eigenständigen dermatologischen Arzneimitteln enthalten
Abgabe in Belgien Flagyl 500 mg ist verschreibungspflichtig

Die Behandlung sollte über die verordnete Dauer durchgeführt werden. Eine unsachgemäße Anwendung eines Antibiotikums kann unwirksam sein, Nebenwirkungen verursachen und zu einem unangemessenen Einsatz antimikrobieller Arzneimittel beitragen.

Wofür wird Metronidazol angewendet?

Metronidazol wird verordnet, wenn eine Infektion diagnostiziert wurde oder mit hoher Wahrscheinlichkeit vorliegt, die auf diesen Wirkstoff ansprechen kann. Die Anwendungsgebiete hängen außerdem vom Verabreichungsweg und vom verwendeten Präparat ab.

Es kann unter anderem bei folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:

  • bestimmten Infektionen durch anaerobe Bakterien;
  • bakterieller Vaginose, wenn eine antimikrobielle Behandlung angezeigt ist;
  • Trichomoniasis durch Trichomonas vaginalis;
  • Giardiasis durch Giardia;
  • bestimmten Infektionen durch Entamoeba histolytica;
  • bestimmten Infektionen des kleinen Beckens, in der Regel in Kombination mit anderen Antibiotika;
  • bestimmten Infektionen des Bauchraums oder des Magen-Darm-Trakts durch empfindliche Erreger;
  • bestimmten Schemata zur Eradikation von Helicobacter pylori in Kombination mit anderen Arzneimitteln;
  • bestimmten durch Bisse verursachten Infektionen bei Personen mit Penicillinallergie, in Kombination mit einem weiteren Antibiotikum.

Bei bestimmten Infektionen mit Clostridioides difficile kann Metronidazol in besonderen Situationen weiterhin eingesetzt werden, sollte jedoch nicht als Standardbehandlung für jede antibiotikaassoziierte Diarrhö angesehen werden.

Schmerzen, Fieber oder Verdauungsbeschwerden allein reichen nicht aus, um zu bestimmen, welches Antibiotikum erforderlich ist. Auf der Seite zum Erkennen einer bakteriellen Infektion werden auch die Grenzen der Selbstdiagnose erläutert.

Wie wirkt Metronidazol?

Metronidazol dringt in bestimmte anaerobe Bakterien und Protozoen ein. In diesen Mikroorganismen wird es in reaktive Verbindungen umgewandelt, die deren Erbmaterial schädigen können.

Dadurch werden Synthese und Struktur der DNA des Mikroorganismus gestört und seine normale Überlebensfähigkeit beeinträchtigt.

Dieses besondere Wirkspektrum erklärt, warum Metronidazol gegen bestimmte anaerobe Erreger und Parasiten wirksam sein kann, jedoch nicht gegen alle Bakterien.

Bei Virusinfektionen hat es keine therapeutisch relevante Wirkung. Die Anwendung bei einer Erkältung, Grippe oder einer anderen Virusinfektion bietet daher keinen antibiotischen Nutzen.

Dosierung bei Erwachsenen und Anwendung

Die Dosierung von Metronidazol unterscheidet sich je nach behandelter Infektion erheblich. Dosis, Anzahl der täglichen Einnahmen, Begleitmedikation und Behandlungsdauer dürfen nicht von einer Indikation auf eine andere übertragen werden.

Die folgenden Schemata sind Beispiele aus belgischen Empfehlungen für bestimmte Anwendungsgebiete bei Erwachsenen. Sie ersetzen keine individuelle Verordnung.

Klinische Situation In belgischen Empfehlungen verwendetes Behandlungsschema
Infektionen durch anaerobe Erreger 500 mg 3-mal täglich über 7 Tage
Bakterielle Vaginose 500 mg 2-mal täglich über 7 Tage
Trichomoniasis 500 mg 2-mal täglich über 7 Tage; je nach Situation kann ein anderes Schema angewendet werden
Giardiasis 2 g einmal täglich über 3 Tage oder 500 mg 2-mal täglich über 7 bis 10 Tage
Entzündliche Erkrankung des kleinen Beckens 500 mg 3-mal täglich über 14 Tage im Rahmen einer Kombinationstherapie mit weiteren Antibiotika

Bei entzündlichen Erkrankungen des kleinen Beckens wird Metronidazol nicht allein eingesetzt: Die empirische Behandlung in Belgien umfasst zusätzlich weitere Antibiotika, die gegen die betreffenden Mikroorganismen gerichtet sind.

Für Amöbiasis, die Eradikation von Helicobacter pylori und andere spezifische Indikationen gelten andere Behandlungsschemata. Diese müssen entsprechend der Diagnose und den jeweils geltenden Empfehlungen festgelegt werden.

Mit Flagyl 500 mg Tabletten lassen sich nicht alle pädiatrischen Dosierungen korrekt verabreichen. Bei Kindern richtet sich die Dosis nach Alter, Körpergewicht, Indikation und verfügbarer Darreichungsform.

Die verordnete Behandlungsdauer sollte eingehalten werden. Die Dosis darf nicht eigenmächtig erhöht oder verringert und die Behandlung nicht selbstständig abgebrochen werden.

In Belgien verfügbare Darreichungsformen von Metronidazol

Die Darreichungsform richtet sich nach dem Anwendungsgebiet. Eine Tablette zum Einnehmen, ein Vaginalovulum, eine intravenöse Infusionslösung und eine dermatologische Creme sind nicht untereinander austauschbar.

Darreichungsform Dosierung / Konzentration Anwendung
Flagyl Filmtabletten 500 mg Systemische Behandlung bestimmter empfindlicher Infektionen
Flagyl Vaginalovula 500 mg Vaginale Anwendung bei bestimmten gynäkologischen Indikationen
Metronidazole B. Braun 500 mg / 100 ml Intravenöse Infusion, hauptsächlich im klinischen bzw. stationären Bereich
Metronidazol zur Anwendung auf der Haut Je nach Präparat unterschiedliche Konzentration Dermatologische Anwendung, unter anderem bei bestimmten Formen der Rosazea

Dasselbe Wirkstoffmolekül bedeutet daher nicht, dass unterschiedliche Darreichungsformen gegeneinander ausgetauscht werden können. Resorption, Anwendungsgebiet und Art der Anwendung unterscheiden sich.

Preis von Metronidazol in Belgien

Der Preis hängt von der Darreichungsform, der Packungsgröße und dem jeweiligen Präparat ab.

In Belgien nennt das CBIP-Repertorium einen Publikumspreis von 8,12 € für eine Packung mit 20 Flagyl-Tabletten zu 500 mg. Dieses Präparat ist verschreibungspflichtig.

Der Preis eines Vaginalovulums, einer Infusionslösung oder eines dermatologischen Präparats lässt sich nicht aus dem Tablettenpreis ableiten. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Arzneimittel und Anwendungsbereiche.

Welcher Betrag gegebenenfalls vom Patienten selbst zu tragen ist, hängt außerdem von den für das abgegebene Präparat geltenden Erstattungsregelungen ab.

Mögliche Nebenwirkungen

Metronidazol kann Nebenwirkungen verursachen. Einige treten vergleichsweise häufig auf und bilden sich nach Beendigung der Behandlung in der Regel wieder zurück, andere sind deutlich seltener, erfordern jedoch medizinische Aufmerksamkeit.

Zu den berichteten Nebenwirkungen gehören unter anderem:

  • Übelkeit und Verdauungsbeschwerden;
  • Bauchschmerzen;
  • Durchfall;
  • metallischer Geschmack im Mund;
  • Kopfschmerzen;
  • Schwindel;
  • Veränderungen des Appetits;
  • Hautreaktionen.

Seltener können neurologische Beschwerden auftreten, darunter eine periphere Neuropathie mit Kribbeln, Schmerzen oder Schwäche in den Extremitäten, Koordinationsstörungen, Verwirrtheit, Krampfanfälle oder eine Enzephalopathie.

Das Risiko einer Neuropathie ist insbesondere bei längerer Behandlung oder höherer Gesamtexposition zu berücksichtigen. Anhaltendes Kribbeln, Gefühlsverlust oder ungewöhnliche neurologische Beschwerden sollten rasch ärztlich abgeklärt werden.

Auch seltene schwere Hautreaktionen wurden unter Metronidazol berichtet. Bei ausgeprägtem Hautausschlag mit Blasenbildung, Beteiligung der Schleimhäute, Fieber oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.

Alkohol und Metronidazol

Während der Behandlung und mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme von Metronidazol sollte auf Alkohol verzichtet werden.

Die Kombination mit Alkohol kann mit Hitzewallungen, Erbrechen, Herzklopfen oder einem Blutdruckabfall einhergehen. Vorsichtshalber sollten auch Arzneimittel oder Präparate berücksichtigt werden, die Alkohol enthalten können.

Diese Vorsichtsmaßnahme gilt auch für vaginale Metronidazol-Präparate: Eine lokale Anwendung bedeutet nicht, dass eine Wechselwirkung mit Alkohol ausgeschlossen ist.

Wichtige Arzneimittelwechselwirkungen

Metronidazol kann mit verschiedenen Arzneimitteln interagieren. Arzt und Apotheker sollten über alle regelmäßig oder gelegentlich eingenommenen Arzneimittel informiert werden.

Besondere Vorsicht ist unter anderem erforderlich bei:

  • Antikoagulanzien, deren Wirkung verstärkt werden kann;
  • Lithium;
  • 5-Fluorouracil;
  • Ciclosporin;
  • Tacrolimus;
  • Busulfan;
  • Disulfiram;
  • Phenytoin und Phenobarbital;
  • bestimmten Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern können.

Je nach Kombination können Laborkontrollen, eine Dosisanpassung oder eine andere Behandlung erforderlich sein.

Antikoagulanzien, Antiepileptika, Lithium oder andere dauerhaft eingenommene Arzneimittel dürfen aufgrund dieser Auflistung nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Das weitere Vorgehen sollte vom verordnenden Arzt oder Apotheker festgelegt werden.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Metronidazol darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Metronidazol, ein anderes Imidazol-Derivat oder einen kontraindizierten Hilfsstoff des jeweiligen Präparats nicht angewendet werden.

Besondere Vorsicht ist bei Erkrankungen des Nervensystems, Blutbildveränderungen in der Vorgeschichte oder Lebererkrankungen erforderlich.

Die belgische Packungsbeilage von Flagyl enthält außerdem einen besonderen Warnhinweis zum Cockayne-Syndrom. Bei diesen Patienten wurden Fälle schwerer Lebertoxizität bis hin zu akutem Leberversagen berichtet. Wenn Metronidazol in dieser Situation angewendet werden muss, ist eine engmaschige ärztliche Überwachung der Leberfunktion erforderlich.

Bei Gelbsucht, dunklem Urin, ausgeprägter Müdigkeit, Appetitlosigkeit, anhaltender Übelkeit oder anderen Anzeichen, die auf eine Leberschädigung hindeuten könnten, sollte rasch ärztlicher Rat eingeholt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Ob Metronidazol während der Schwangerschaft angewendet wird, hängt vom Anwendungsgebiet, der Darreichungsform und dem jeweiligen Präparat ab.

Für das in Belgien vermarktete Flagyl empfiehlt die Packungsbeilage, das Arzneimittel im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht anzuwenden. Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel sollte es nur bei Notwendigkeit und nach ärztlicher Rücksprache eingesetzt werden.

Die belgische Packungsbeilage von Flagyl rät außerdem von der Anwendung während der Stillzeit ab. Frauen, die schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen, sollten dies daher vor Beginn der Behandlung mitteilen.

Verschreibung und Abgabe in Belgien

Flagyl 500 mg ist in Belgien verschreibungspflichtig. Anwendungsgebiet, Dosierung und Behandlungsdauer müssen zur gestellten Diagnose passen.

In Belgien darf ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel nicht wie ein gewöhnliches Handelsprodukt online verkauft werden. Ein Dienst kann jedoch ermöglichen, die Verfügbarkeit zu prüfen oder ein Arzneimittel zu reservieren, das anschließend von einer zugelassenen Apotheke nach den geltenden Vorschriften abgegeben wird.

Wenn auf LocalPharma eine Verfügbarkeit angezeigt wird, liegt die Abgabe von Metronidazol in der Verantwortung der Partnerapotheke. Sie hängt unter anderem von einer gültigen Verschreibung, dem tatsächlich verfügbaren Präparat und den geltenden berufsrechtlichen Vorgaben ab.

Eine Bezugsquelle, die ein Antibiotikum ohne Kontrolle der Verschreibung oder ohne eindeutig erkennbare Apotheke anbietet, bietet nicht dieselben Sicherheiten wie der regulierte pharmazeutische Vertriebsweg.

Bei Beschwerden, die auf eine Sinusitis hindeuten, sollte die Entscheidung für ein Antibiotikum nicht automatisch erfolgen. Die Seite zur akuten bakteriellen Sinusitis erläutert unter anderem, warum die Unterscheidung zwischen viralen und bakteriellen Infektionen wichtig ist.

Richtiger Umgang mit Antibiotika

Metronidazol sollte nur bei einer geeigneten Indikation und nach dem verordneten Behandlungsschema angewendet werden. Es sollte weder aufbewahrt werden, um später eigenständig eine andere Infektion zu behandeln, noch an eine andere Person mit scheinbar ähnlichen Beschwerden weitergegeben werden.

Die Wahl eines Antibiotikums hängt vom Infektionsherd, den wahrscheinlichen Erregern, der lokalen Resistenzlage, bestehenden Allergien, anderen Behandlungen und dem Allgemeinzustand des Patienten ab.

Eine Besserung der Beschwerden bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Behandlung sofort beendet werden kann. Umgekehrt können eine Verschlechterung, das Ausbleiben der erwarteten Besserung oder neu auftretende Beschwerden eine erneute ärztliche Beurteilung erforderlich machen.

Häufig gestellte Fragen zu Metronidazol

Ist Metronidazol in Belgien verschreibungspflichtig?

Ja. Flagyl 500 mg Tabletten und Vaginalovula sind in Belgien verschreibungspflichtig. Darreichungsform, Dosis und Behandlungsdauer müssen zur behandelten Infektion passen.

Wie viel kostet Flagyl 500 mg in Belgien?

Das belgische CBIP-Repertorium nennt einen Preis von 8,12 € für eine Packung mit 20 Flagyl 500 mg Filmtabletten. Andere Metronidazol-Darreichungsformen haben andere Preise.

Wirkt Metronidazol gegen alle bakteriellen Infektionen?

Nein. Es wirkt vor allem gegen bestimmte anaerobe Bakterien und besitzt außerdem eine Wirkung gegen bestimmte Parasiten. Es ist kein universell einsetzbares Antibiotikum und wirkt nicht gegen Viren.

Wofür wird Metronidazol 500 mg eingesetzt?

Die Dosierung von 500 mg kann bei verschiedenen empfindlichen Infektionen eingesetzt werden. Anzahl der Tabletten und Behandlungsdauer unterscheiden sich jedoch je nach Indikation. Ein Behandlungsschema für bakterielle Vaginose, Giardiasis oder eine anaerobe Infektion darf nicht ohne ärztliche Verordnung auf eine andere Erkrankung übertragen werden.

Kann Metronidazol zur Behandlung einer Trichomoniasis eingesetzt werden?

Ja. Metronidazol gehört zu den Standardbehandlungen einer Infektion mit Trichomonas vaginalis. Die belgischen Empfehlungen nennen unter anderem 500 mg zweimal täglich über sieben Tage als bevorzugtes Schema. Auch die Behandlung des Partners beziehungsweise der Partner gehört zur Versorgung bei dieser Infektion.

Kann Metronidazol bei Giardiasis angewendet werden?

Ja. Giardiasis gehört zu den parasitären Infektionen, die auf Metronidazol ansprechen können. Es gibt verschiedene Dosierungsschemata; die Wahl richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und dem Patienten.

Kann Metronidazol bei einer Sinusitis eingesetzt werden?

Metronidazol sollte bei einer Sinusitis nicht automatisch eingesetzt werden. Bei den meisten akuten Sinusitiden ist dieses Arzneimittel nicht erforderlich. Wird eine bakterielle Infektion vermutet, richtet sich die Wahl des Antibiotikums nach der klinischen Situation und den geltenden Empfehlungen.

Was ist zu tun, wenn eine Dosis vergessen wurde?

Die Hinweise in der Packungsbeilage des tatsächlich abgegebenen Arzneimittels sollten befolgt oder ein Apotheker um Rat gefragt werden. Die Dosis sollte nicht eigenmächtig verdoppelt werden, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.

Kann eine vaginale Darreichungsform die Tabletten ersetzen?

Nein. Eine vaginale Darreichungsform wird auf einem anderen Weg angewendet und ist nicht mit einer oralen oder intravenösen Behandlung austauschbar. Welche Darreichungsform verordnet wird, hängt von der behandelten Infektion ab.

Medizinischer Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen weder eine Diagnose noch eine ärztliche Verordnung oder die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Metronidazol sollte nur bei einer geeigneten Indikation und in der verordneten Dosis und Behandlungsdauer angewendet werden.

Text geprüft von Uttam Chatterjee, verantwortlicher Apotheker – LocalPharma, Juni 2025 (aktualisiert: Mai 2026)

Quellen und Referenzen

Dosierungsangaben sollten stets mit der Packungsbeilage des tatsächlich abgegebenen Präparats und der ärztlichen Verordnung abgeglichen werden.