Ventolin (Salbutamol): Verfügbare Darreichungsformen, Anwendung, Preis und Vorsichtsmaßnahmen

Frühere Darreichungsform von Ventolin als Tabletten

Dies ist ein Arzneimittel. Keine längerfristige Anwendung ohne ärztlichen Rat.

Arzneimittel: Ventolin
Wirkstoff: Salbutamol (als Salbutamolsulfat)
Hersteller: Glaxo Wellcome Production / Glaxo Wellcome S.A.
Darreichungsform / Dosierung: Tabletten mit 2 mg und 4 mg: in Belgien nicht mehr im Handel; derzeit verfügbare Formen: Inhalator mit 100 µg/Dosis und Lösung für einen Vernebler mit 5 mg/ml
Preis:
Apotheke: Auswahl anhand Ihrer Adresse und der Verfügbarkeit

Was ist Ventolin und wie wirkt es?

Ventolin ist ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Salbutamol, einem kurzwirksamen Beta2-Sympathomimetikum, auch SABA genannt. Es handelt sich um einen Bronchodilatator, der die Muskulatur der Atemwege rasch entspannt und bei einem Bronchospasmus den Luftstrom erleichtert.

Salbutamol wird unter anderem eingesetzt, um asthmabedingtes Engegefühl im Brustkorb, pfeifende Atmung, Husten oder Atemnot zu lindern. Es kann außerdem bei der symptomatischen Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt werden.

Bei inhalativer Anwendung setzt die Wirkung rasch ein, in der Regel innerhalb weniger Minuten. Deshalb eignen sich inhalative Formen besonders zur schnellen Linderung eines Bronchospasmus.

Ventolin ist keine entzündungshemmende Dauertherapie des Asthmas. Eine regelmäßige oder zunehmend häufige Anwendung von Salbutamol kann darauf hindeuten, dass die Erkrankung nicht ausreichend kontrolliert ist und die Dauertherapie überprüft werden sollte.

Weitere Informationen zur inhalativen Darreichungsform finden Sie auf der Seite zum Ventolin-Inhalator: Anwendung, Preis und Vorschriften.

Wie Asthma entsteht und welchen Stellenwert die verschiedenen Behandlungen haben, wird ausführlicher in unserem Beitrag über Asthma bronchiale erläutert.

Ventolin-Tabletten mit 2 mg und 4 mg: Situation in Belgien

Ventolin wurde in Belgien früher als Salbutamol-Tablette mit 2 mg vermarktet. Auch auf anderen Märkten gab es orale Salbutamol-Präparate mit 2 mg und 4 mg.

Inzwischen hat sich die Situation jedoch geändert. Das CBIP meldete im November 2022 die Einstellung der Vermarktung von oralem Salbutamol in Form von Ventolin-Tabletten in Belgien.

Diese Darreichungsform war aufgrund der Verfügbarkeit inhalativer Behandlungen überholt. Durch die direkte Verabreichung in die Atemwege lässt sich mit deutlich niedrigeren Dosen rasch eine bronchienerweiternde Wirkung erzielen, in der Regel mit weniger systemischen Nebenwirkungen als bei oraler Anwendung.

Ventolin-Tabletten mit 2 mg oder 4 mg sollten daher nicht als derzeit in belgischen Apotheken verfügbare Darreichungsform dargestellt werden. Eine frühere orale Dosierung aus älteren Unterlagen oder von einer ausländischen Verpackung darf nicht auf inhalative Darreichungsformen übertragen werden.

In Belgien erfolgt die Behandlung mit Salbutamol derzeit hauptsächlich mit inhalativen Ventolin-Präparaten oder anderen verschreibungspflichtigen Salbutamol-Inhalatoren.

Welche Ventolin-Darreichungsformen sind in Belgien erhältlich?

Die derzeit in Belgien vermarkteten Ventolin-Präparate umfassen vor allem ein Dosieraerosol und eine Lösung zur Verneblung.

Darreichungsform Dosierung Anwendung
Ventolin-Inhalationssuspension im Druckbehältnis 100 µg Salbutamol pro Dosis Inhalative Anwendung bei Bedarf entsprechend der Verordnung
Ventolin-Lösung zur Inhalation mit einem Vernebler 5 mg/ml Verneblung in bestimmten Situationen, in denen diese Art der Anwendung erforderlich ist
Ventolin-Tabletten Frühere orale Darreichungsformen mit 2 mg und 4 mg Derzeit in Belgien nicht im Handel

In Belgien sind außerdem weitere inhalative Salbutamol-Präparate erhältlich. Sie können als Dosieraerosol oder über ein Pulverinhalationssystem angewendet werden.

Welches Inhalationssystem geeignet ist, hängt unter anderem vom Alter, von der Fähigkeit des Patienten ab, die Einatmung mit der Auslösung des Inhalators zu koordinieren, und von der gesamten Atemwegstherapie.

Für wen und in welchen Situationen wird Ventolin verschrieben?

Ventolin wird angewendet, wenn sich die Atemwege infolge eines Bronchospasmus verengen. Inhalatives Salbutamol kann unter anderem bei Asthma und in bestimmten Situationen bei COPD verordnet werden.

Bei Asthma kann es eingesetzt werden, um:

  • einen akuten Bronchospasmus rasch zu lindern;
  • pfeifende Atmung oder ein asthmabedingtes Engegefühl im Brustkorb zu verringern;
  • einem vorhersehbaren Bronchospasmus durch körperliche Belastung oder die Exposition gegenüber bestimmten Auslösern vorzubeugen, wenn diese Anwendung empfohlen wurde;
  • im Rahmen bestimmter Therapiestrategien, die zusätzlich eine entzündungshemmende Behandlung umfassen, als Bedarfsbronchodilatator zu dienen.

Bei COPD kann Salbutamol als kurzwirksamer symptomatischer Bronchodilatator eingesetzt werden. Die Gesamtstrategie richtet sich jedoch nach dem Schweregrad der Erkrankung und den weiteren inhalativen Behandlungen.

Salbutamol sollte nicht unspezifisch bei jeder Form von Husten oder Atembeschwerden eingesetzt werden. Husten kann viele Ursachen haben, die nicht auf einen Bronchodilatator ansprechen.

Dosierung von inhalativem Ventolin

Die Dosierung muss individuell angepasst werden. Beim belgischen Druckbehältnis entsprechen 100 Mikrogramm Salbutamol einer Inhalation.

Situation Übliche Dosierung laut belgischer Packungsbeilage
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren — akuter Bronchospasmus 100 bis 200 µg, entsprechend 1 bis 2 Inhalationen
Erwachsene und Jugendliche — Vorbeugung eines vorhersehbaren Bronchospasmus durch Belastung oder Exposition 100 µg 10 bis 15 Minuten vor der Belastung oder Exposition; bei Bedarf kann die Dosis auf 200 µg erhöht werden.
Kinder unter 12 Jahren — akuter Bronchospasmus Üblicherweise 100 µg; bei Bedarf und entsprechend den ärztlichen Anweisungen kann die Dosis auf 200 µg erhöht werden

Die belgische Packungsbeilage weist darauf hin, dass bei Bedarf angewendete Salbutamol-Dosen nicht ohne vorherige Beurteilung beliebig häufiger eingesetzt werden sollten. Ein plötzlich steigender Bedarf kann auf eine Verschlechterung des Asthmas hinweisen.

Für das belgische Ventolin-Dosieraerosol mit 100 µg/Dosis nennt die Packungsbeilage eine Höchstdosis von 800 µg innerhalb von 24 Stunden, entsprechend zwei Inhalationen bis zu viermal täglich. Diese Obergrenze darf nicht als tägliches Behandlungsziel verstanden werden: Ein häufiger Bedarf an Bedarfsmedikation sollte Anlass sein, die Asthmakontrolle erneut zu beurteilen.

Für die Lösung zur Verneblung gilt ein anderes Dosierungsschema; sie darf nicht anhand der Dosierungsanweisungen für das Dosieraerosol angewendet werden.

Frühere Dosierungen von Salbutamol-Tabletten dürfen nicht zur Berechnung einer Äquivalenz mit einem Inhalator herangezogen werden.

Wie wird der Ventolin-Inhalator richtig angewendet?

Eine korrekte Inhalationstechnik ist entscheidend. Selbst ein richtig verordneter Inhalator kann deutlich weniger wirksam sein, wenn ein großer Teil des Arzneimittels im Mund verbleibt oder die Dosis vor beziehungsweise nach der Einatmung freigesetzt wird.

Bei einem Dosieraerosol muss insbesondere das Drücken auf den Behälter mit einer ausreichend langsamen und tiefen Einatmung koordiniert werden. Die ausführlichen Anweisungen in der Packungsbeilage sollten befolgt werden.

Wenn es einem Patienten schwerfällt, die Einatmung mit der Freisetzung der Dosis zu koordinieren, kann eine Inhalationskammer die Anwendung erleichtern. Sie ist insbesondere bei vielen Kindern und bei Personen mit Koordinationsproblemen hilfreich.

Bei kleinen Kindern kann eine Inhalationskammer mit geeigneter Maske erforderlich sein. Die Anwendung sollte entsprechend den ärztlichen Empfehlungen und den Hinweisen für das jeweilige Gerät beaufsichtigt werden.

Wenn die Behandlung weniger wirksam zu sein scheint als zuvor, sollten die Inhalationen nicht einfach häufiger angewendet werden. Stattdessen sollten die Anwendungstechnik, die Funktion des Geräts und die Asthmakontrolle überprüft werden.

Aufbewahrung

Für Ventolin 100 µg/Dosis, wie es in Belgien vermarktet wird, empfiehlt die Packungsbeilage:

  • das Arzneimittel bei höchstens 30 °C aufzubewahren;
  • es vor Frost zu schützen;
  • es vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen;
  • das Druckbehältnis keiner Temperatur über 50 °C auszusetzen;
  • den Behälter nicht zu durchstechen, aufzubrechen oder zu verbrennen, auch wenn er leer erscheint;
  • das Arzneimittel für Kinder unzugänglich und nicht sichtbar aufzubewahren;
  • das auf der Verpackung angegebene Verfalldatum zu beachten.

Für die Lösung zur Verneblung oder ein anderes Salbutamol-Präparat können andere Lagerungsbedingungen gelten. Maßgeblich ist daher die Packungsbeilage des tatsächlich abgegebenen Arzneimittels.

Mögliche Nebenwirkungen

Inhalatives Salbutamol wird in den verordneten Dosierungen in der Regel gut vertragen, kann jedoch Nebenwirkungen verursachen. Das Risiko steigt insbesondere bei hohen oder häufig verabreichten Dosen.

Zu den berichteten Nebenwirkungen gehören:

  • Zittern, insbesondere der Hände;
  • Kopfschmerzen;
  • Herzklopfen;
  • beschleunigter Herzschlag;
  • bei manchen Personen Muskelkrämpfe;
  • Nervosität oder Unruhe.

Herzrhythmusstörungen können seltener auftreten, insbesondere bei entsprechend vorbelasteten Patienten oder bei höherer Exposition.

In hohen Dosierungen, insbesondere bei intensiver Verneblung oder systemischer Verabreichung, kann Salbutamol außerdem eine Hypokaliämie, also einen Abfall des Kaliumspiegels im Blut, verursachen.

Bei intensiver Behandlung mit Beta2-Agonisten kann außerdem eine Hyperlaktatämie oder Laktatazidose auftreten. Eine zunehmende Atemnot sollte deshalb nicht automatisch dazu führen, ohne ärztliche Beurteilung mehr Salbutamol anzuwenden.

Paradoxer Bronchospasmus und Reaktionen, die rasche medizinische Abklärung erfordern

In seltenen Fällen kann nach der Inhalation ein paradoxer Bronchospasmus auftreten, also eine unmittelbare Verschlechterung der Atmung oder des pfeifenden Atemgeräuschs nach der Anwendung.

In diesem Fall muss das betreffende Präparat abgesetzt und rasch ärztlich beurteilt werden, damit eine geeignete alternative Behandlung eingesetzt werden kann.

Auch Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich. Plötzlich auftretende Atemnot zusammen mit einer Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen, ausgeprägter Urtikaria oder Kreislaufbeschwerden erfordert eine dringende medizinische Behandlung.

Auch starke Brustschmerzen, ungewöhnliches Herzklopfen oder Herzrhythmusstörungen sollten rasch ärztlich abgeklärt werden.

Wechselwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Betablocker können die bronchienerweiternde Wirkung von Salbutamol vermindern oder aufheben. Dies gilt insbesondere für nicht selektive Betablocker, auch wenn diese in bestimmten ophthalmologischen Darreichungsformen angewendet werden.

Vorsicht ist außerdem bei Arzneimitteln geboten, die den Kaliumspiegel im Blut senken können. Das Risiko einer Hypokaliämie kann steigen, wenn hohe Salbutamol-Dosen beispielsweise mit bestimmten Diuretika oder Theophyllin kombiniert werden.

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen, ausgeprägtem Bluthochdruck, Hyperthyreose oder Diabetes sollte der Arzt informiert werden. Salbutamol kann unter anderem vorübergehend die Herzfrequenz und bestimmte Stoffwechselparameter beeinflussen.

Betablocker, Diuretika oder andere dauerhaft eingenommene Arzneimittel dürfen wegen einer möglichen Wechselwirkung nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Arzt oder Apotheker können festlegen, wie weiter vorzugehen ist.

Ventolin während Schwangerschaft und Stillzeit

Ein unzureichend kontrolliertes Asthma während der Schwangerschaft kann Risiken für Mutter und Fötus mit sich bringen. Eine verordnete Atemwegstherapie sollte daher nicht allein wegen einer Schwangerschaft eigenmächtig abgesetzt werden.

Salbutamol kann angewendet werden, wenn ein Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal den erwarteten Nutzen höher bewertet als mögliche Risiken. Die Asthmabehandlung sollte während der Schwangerschaft regelmäßig überprüft werden.

Auch während der Stillzeit sollte die Wahl der Behandlung und des Verabreichungswegs mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

Ventolin in der heutigen Asthmatherapie

Salbutamol lindert einen Bronchospasmus rasch, behandelt jedoch nicht unmittelbar die chronische Entzündung, die Asthma kennzeichnet.

Aktuelle internationale Empfehlungen befürworten keine Strategie mehr, bei der ein Asthmapatient ausschließlich von einem kurzwirksamen Beta2-Agonisten wie Salbutamol abhängig ist, ohne eine geeignete entzündungshemmende Behandlung zu erhalten.

GINA empfiehlt eine Strategie mit einem inhalativen Kortikosteroid, um das Risiko schwerer Exazerbationen zu senken. Bei vielen Erwachsenen und Jugendlichen kann im Rahmen des gewählten Therapieschemas eine Kombination aus einem inhalativen Kortikosteroid und Formoterol als entzündungshemmende Bedarfsmedikation eingesetzt werden.

Andere Patienten verwenden weiterhin einen SABA wie Salbutamol als Bedarfsmedikation im Rahmen einer Behandlungsstrategie, die ein inhalatives Kortikosteroid umfasst.

Welche Strategie geeignet ist, hängt von der Dauertherapie, dem Alter, der Asthmakontrolle und den verfügbaren Arzneimitteln ab. Ein Salbutamol-Inhalator sollte daher nicht eigenmächtig durch eine Kombination mit Formoterol ersetzt werden – oder umgekehrt.

Eine zunehmend häufige Anwendung des Bedarfsmedikaments, nächtliches Erwachen, eine zunehmende Einschränkung der Aktivitäten oder wiederholte Exazerbationen sollten Anlass sein, die Behandlung neu zu beurteilen.

Einen Vergleich von Salbutamol mit einer anderen bronchienerweiternden Strategie finden Sie auch unter Ventolin oder Berodual: Unterschiede und Anwendungsgebiete.

Preis und Verfügbarkeit von Ventolin in Belgien

Da Ventolin-Tabletten mit 2 mg und 4 mg in Belgien nicht mehr vermarktet werden, gibt es für diese früheren oralen Darreichungsformen keinen aktuell relevanten belgischen Preis.

Für die derzeit verfügbaren inhalativen Darreichungsformen bestehen dagegen offizielle Preise.

Präparat Packung Preis in Belgien Verschreibung
Ventolin 100 µg/Dosis Inhalator mit 200 Dosen 9,29 € Ja
Ventolin 5 mg/ml Lösung für einen Vernebler, 10-ml-Flasche 8,52 € Ja

Die angegebenen Preise beziehen sich auf die derzeit in Belgien gelisteten Darreichungsformen und können sich ändern. Welches Präparat tatsächlich verordnet wird, die Packungsgröße und die geltenden Erstattungsregelungen bestimmen den endgültigen Eigenanteil des Patienten.

Verschreibung und Abgabe

Ventolin 100 µg/Dosis und Ventolin 5 mg/ml sind in Belgien verschreibungspflichtig.

Ventolin-Tabletten werden in Belgien nicht mehr vermarktet. Eine orale Darreichungsform aus einem anderen Markt darf daher nicht mit dem derzeit in belgischen Apotheken verfügbaren Ventolin gleichgesetzt werden.

In Belgien darf ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel nicht wie ein gewöhnliches E-Commerce-Produkt im Internet verkauft werden. Die Verfügbarkeit oder eine Reservierungsmöglichkeit kann angezeigt werden, die Abgabe erfolgt jedoch durch eine zugelassene Apotheke entsprechend der Verordnung.

Wenn LocalPharma eine Verfügbarkeit anzeigt, bleibt die Partnerapotheke für die Abgabe und die Prüfung der für das Arzneimittel geltenden Voraussetzungen verantwortlich.

Häufig gestellte Fragen

Sind Ventolin-Tabletten mit 2 mg und 4 mg in Belgien noch erhältlich?

Nein. Orales Salbutamol in Form von Ventolin-Tabletten wird in Belgien seit 2022 nicht mehr vermarktet. Das CBIP weist darauf hin, dass dieser Verabreichungsweg gegenüber inhalativen Darreichungsformen überholt war, da diese mit niedrigeren Dosen eine rasche Wirkung und weniger systemische Nebenwirkungen ermöglichen.

Welche Ventolin-Darreichungsformen sind derzeit in Belgien erhältlich?

Ventolin ist unter anderem als Druckgasinhalator mit 100 µg Salbutamol pro Dosis und als Lösung für einen Vernebler mit 5 mg/ml erhältlich. Beide Darreichungsformen sind zur inhalativen Anwendung bestimmt.

Wie viel kostet Ventolin in Belgien?

Der Ventolin-Inhalator mit 200 Dosen zu 100 µg/Dosis ist mit 9,29 € gelistet. Eine 10-ml-Flasche Ventolin-Lösung für einen Vernebler mit 5 mg/ml ist mit 8,52 € gelistet. Für die früheren Tabletten gibt es keinen aktuellen belgischen Preis mehr, da sie nicht mehr vermarktet werden.

Ist Ventolin in Belgien verschreibungspflichtig?

Ja. Die derzeitigen Salbutamol-haltigen Ventolin-Präparate werden in Belgien nur auf ärztliche Verschreibung abgegeben.

Kann ich Ventolin bei trockenem Husten ohne Asthmadiagnose verwenden?

Ein isolierter trockener Husten ist für sich genommen keine Indikation für Salbutamol. Ventolin dient in geeigneten Situationen, insbesondere bei Asthma, zur Linderung eines Bronchospasmus. Anhaltender Husten ohne gesicherte Diagnose sollte abgeklärt werden, um die Ursache festzustellen.

Wie oft täglich kann der Ventolin-Inhalator angewendet werden?

Die Dosis richtet sich nach der Verordnung. Für Ventolin 100 µg/Dosis in Belgien sieht die Packungsbeilage je nach Situation üblicherweise 1 bis 2 Inhalationen vor und weist darauf hin, Bedarfsdosen nicht häufiger als viermal täglich anzuwenden. Ein zunehmender oder häufiger Bedarf sollte Anlass sein, die Asthmakontrolle neu zu beurteilen, statt die Dosis eigenmächtig zu erhöhen.

Kann Ventolin die einzige Asthmabehandlung sein?

Salbutamol lindert einen Bronchospasmus rasch, behandelt jedoch nicht die zugrunde liegende Entzündung des Asthmas. Aktuelle Behandlungsstrategien sehen eine Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid vor, um das Risiko von Exazerbationen zu verringern. Das genaue Behandlungsschema richtet sich nach dem jeweiligen Patienten.

Was ist zu tun, wenn Ventolin weniger wirksam zu sein scheint?

Die Dosis sollte nicht eigenmächtig erhöht werden. Eine verminderte Wirksamkeit kann mit einer fehlerhaften Inhalationstechnik, einem Problem mit dem Gerät oder einer Verschlechterung des Asthmas zusammenhängen. Ein rasch steigender Bedarf an Salbutamol sollte ärztlich beurteilt werden.

Was ist zu tun, wenn sich die Atmung trotz Ventolin verschlechtert?

Ausgeprägte Atembeschwerden, die auf die verordnete Bedarfsmedikation nicht ansprechen, können einen Notfall darstellen. Der für Asthma erhaltene Aktionsplan sollte befolgt und rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden, wenn die Atmung weiterhin erschwert ist oder sich weiter verschlechtert.

Kann der Inhalator durch Salbutamol-Tabletten ersetzt werden?

Nein. Tabletten sind nicht direkt mit einer inhalativen Behandlung gleichzusetzen und werden in Belgien nicht mehr vermarktet. Die inhalative Anwendung wird bevorzugt, da sie eine rasche bronchienerweiternde Wirkung direkt in den Atemwegen bei geringerer systemischer Exposition ermöglicht.

Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen weder eine Diagnose noch eine ärztliche Verordnung, einen Asthma-Aktionsplan oder die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Eine zunehmende Häufigkeit der Anwendung eines Bedarfsbronchodilatators sollte Anlass sein, die Kontrolle der Atemwegserkrankung neu zu beurteilen.

Text geprüft von Uttam Chatterjee, verantwortlicher Apotheker – LocalPharma, September 2026

Klinische Referenzen